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Artikel: Der Tennisarm

 

Auch wenn Sie nicht Tennis spielen, so werden doch viele von ihnen den sogenannten Tennisarm einmal am eigenen Körper zu spüren bekommen. Plötzlich ist das Greifen schmerzhaft, der Händedruck beim Begrüßen fällt schwach aus und schließlich scheut man diese Begrüßungszeremonie vollständig. Beim Tennisarm handelt es sich um eine Knochenhautentzündung, die durch eine Überlastung der dort ansetzenden Handgelenksmuskulatur entstanden ist.

Das Öffnen von Marmeladengläsern und das Auswringen von Waschlappen oder Feudel kann fast unmöglich sein. Vielfach leidet der Betroffene sogar an Ruheschmerzen. Der Schmerz konzentriert sich anfangs auf den Ellenbogen, strahlt aber im weiteren Verlauf in den Unterarm, teils aber auch in den Oberarm aus. Halten Sie den Arm horizontal nach vorne ausgestreckt mit der Handfläche nach innen und den Daumen nach oben, so befindet sich der schmerzhafte Punkt auf dem Knochenvorsprung oben außen am Ellenbogen. Druck auf diesen Punkt führt zu heftigen Schmerzen und lässt einen sofort den Arm wegziehen.

Behandlung:

Die Selbstheilungstendenz dieser Krankheit ist sehr hoch. 9 Monate nach Krankheitsbeginn sind nach einer Studie 90% der Betroffenenauch ohne jede Therapie wieder beschwerdefrei. An diesen Werten müssen sich alle Therapieformen messen. Die Standardtherapie der konservativen Orthopädie ist die Cortisoninjektion, die unter die Knochenhaut der schmerzhaften Stelle erfolgt. Diejenigen die diese Therapie bekommen haben, sind nur zu 70% nach 9 Monaten beschwerdefrei. Das heißt, ca. 20% der Patienten haben therapiebedingt einen Nachteil.Dafür profitieren einige Patienten unmittelbar von der Spritze (ca. 20%). Sie sind bald nach der Injektion beschwerderei. Die Stoßwellentherapie zeigt eine Wirkung zu zeigen. Dabei werden über einen Schallkopf, der auf den schmerzhaften Knochen aufgesetzt wird, Stoßwellen (Erschütterungen) ausgesandt. Der Wirkmechanismus ist bisher unbekannt. Man vermutet, dass die Schmerzen, die durch die Stoßwellen hervorgerufen werden, diesen Bereich mit der Zeit unempfindlicher werden lassen. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt die amerikanische Activator Methode. Dabei werden über mechanische Manipulatoren Stosswellen ausgelöst.

Behandlungsmethoden, deren Wirkung nicht bewiesen ist:

Einreibung des Schmerzorts mit „Rheumacreme“ wie Diclofenac-Creme

Ellenbogenbandagen

Massage

Dehnungsübungen für die Streckmuskulatur des Handgelenks


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Patientenausgabe der Rücken-News
Geschrieben am 02.11.2010 von Dr. Uwe Diedrich in der Kategorie "Allgemein".