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Artikel: Der Schulterschmerz

 

Bekommen Sie Ihren Arm im Schultergelenk in der Körperebene nur schmerzhaft oder eingeschränkt gehoben, so ist dafür oft eine Enge des des sogenannten subacromialen Raums verantwortlich. Dieser Raum liegt zwischen dem Schulterblattdach, das die obere Begrenzung bildet, und dem Oberrand des Oberarmkopfes, der die untere Begrenzung darstellt. Durch diesen Raum gehen Muskelsehnen, die bedingt durch die Enge gereizt werden und so für Schmerzen hervorrufen.

Bekommen Sie Ihren Arm im Schultergelenk in der Körperebene nur schmerzhaft oder eingeschränkt gehoben, so ist dafür oft eine Enge des des sogenannten subacromialen Raums verantwortlich. Dieser Raum liegt zwischen dem Schulterblattdach, das die obere Begrenzung bildet, und dem Oberrand des Oberarmkopfes, der die untere Begrenzung darstellt. Durch diesen Raum gehen Muskelsehnen, die bedingt durch die Enge gereizt werden und so für Schmerzen hervorrufen. Da fast alle Muskeln, die wir im Alltag häufig gebrauchen und somit als Nebeneffekt auch trainieren, den Oberarmkopf nach oben ziehen, wird dieser Raum mit der Zeit immer enger und irgendwann kommt es zu Beschwerden. Als Prophylaxe oder auch als Therapie bei Symptomen empfiehlt es sich, den breiten Rückenmuskel (latissimus dorsi) zu trainieren. Er ist der einzige starke Muskel, der den Oberarmkopf nach unten zieht. Zur Muskelkräftigung brauchen Sie ein Theraband (Farbe rot) und eine Schlaufe, die Sie sich am besten aus einem langen Nylonstrumpf selber herstellen. Und zwar verknoten Sie die Enden eines Strumpfes mehrmals, sodass ein dicker Knoten entsteht. Diesen schieben Sie bei geöffneter Tür ihrer Schulterhöhe zwischen Türrahmen und Türanschlagseite hindurch und schließen anschließend die Tür. So verfügen Sie jetzt über eine stabile Schlaufe, durch die Sie das Theraband hindurch ziehen. Nun nehmen Sie bei am Körper herunterhängenden Armen die Enden des Bandes in ihre Hände und stellen sich so hin, dass das Theraband an dieser Haltung etwas gedehnt ist (Ausgangslage). Nun führen Sie in der Anspannungsphase ihre gestreckten Arme ca. 20cm nach hinten und halten sie dort für ca. 7 Sekunden. Dann gehen Sie wieder in die Ausgangslage zurück. Diese Prozedur wiederholen Sie pro Satz zehnmal. Führen Sie insgesamt 7 Sätze aus. Diese Übung hat einen großen prophylaktischen Wert. Nehmen Sie sie in ihre täglichen Übungseinheiten auf. Nach dreimonatigem Training sollte sich der subacromiale Raum schon vergrößert haben.

Geschrieben am 17.12.2010 von Dr. Uwe Diedrich in der Kategorie "Allgemein".