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Artikel: Die Rippengelenke

 

Insgesamt 24 Rippengelenke verbinden die Wirbelsäule mit den Rippen. Sie werden Costotransversalgelenke genannt. Sie übertragen die Kräfte, die auf den Brustkorb enwirken, z.b. bei der Atmung. auf die Wirbelsäule.

Insgesamt 24 Rippengelenke verbinden die Wirbelsäule mit den Rippen. Sie werden Costotransversalgelenke genannt. Sie übertragen die Kräfte, die auf den Brustkorb enwirken, z.b. bei der Atmung. auf die Wirbelsäule. Das Ripengelenk ermöglicht eine Bewegung, die man mit dem Henkel eines Eimers vergleichen kann. Der Henkel ist an zwei Punkten des Eimers befestigt und kann sich um diese hoch- und herunterbewegen, entsprechend der Bewegung des Brustkorbs beim Atmen. Kommt es zu einer Blockierung eines Rippengelenkes, so kommt es im blockierten Bereich zu punktuellen Schmerzen (ca. 2 Querfinger seitlich von dem Mittelpunkt der Wirbelsäule), die durch zunehmende Reizung des umgebenen Gewebes im Verlaufe der Zeit ringförmig nach vorne teils bis zum Brustbein ausstrahlen. Meist findet der Betroffene eine Haltung, in der der Schmerz deutlich abnimmt. Dieses unterscheidet den Blockierungsschmerz von anderen Schmerzursachen (z.B. Rippenbruch, Gürtelrose, Rippenfellentzündung, Herzinfarkt). Tiefes Einatmen verstärkt in vielen Fällen den Schmerz, sodass der Betroffene oft nur flach atmen kann. Ausnahmen von der Symptomatik machen die erste Rippe, die einen Nackenschmerz auslöst, der auch in den Oberarm ausstrahlen kann, und die 12. Rippe, die einen flächigen Flankenschmerz verursacht. Dieser unterscheidet sich von einer Nierenkolik durch seinen dumpfen, konstanten Schmerzcharakter. Haben sie an der Innenseite des Schulterblatts einen fast unerträglichen Schmerz, der sie nachts kaum schlafen lässt, so handelt es sich fast immer um einen fortgeleiteten Schmerz, der von einem Schaden (z.B. Einriss oder Vorfall) der unteren Halswirbelsäulenbandscheiben kommt. Viele Betroffene laufen lange mit diesen Beschwerden herum, bis die richtige Diagnose gestellt wird. Die meisten Patienten brauchen in den ersten Tagen, um den Schmerz überhaupt beeinflussen zu können, Morphiumpräparate

Geschrieben am 24.07.2011 von Dr. Uwe Diedrich in der Kategorie "Allgemein".