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Artikel: Arthrose: Medikamentöse Therapie

 

Üblicherweise werden zur Therapie der Arthrose sogenannte nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) eingesetzt. Die bekanntesten Vertreter sind Diclofenac (z.B. Voltaren) und Ibuprofen.

Sie können gegen Entzündungen und Schmerzen eingesetzt werden. Als ernste Nebenwirkungen bei der Aufnahme des Medikaments als Tablette, Zäpfchen oder Spritze ist die Blutung im Magen- Darmtrakt zu nennen. Dadurch kommt es in Deutschland zu mehr als 2000 Toten jährlich. Auch die gleichzeitige Einnahme von Magensäurehemmern kann das Blutungsrisiko im Dünndarm nicht verringern! Das Blutungsrisiko ist für alle 3 Darreichungsformen (Tablette, Zäpfchen, Spritze) gleich hoch. Auch in Tablettenform hat der Wirkstoff keinen direkten Kontakt zur Magenwand. Die im Blut gelöste Substanz ist für die Entstehung der Magen- Dünndarmgeschwüre verantwortlich.
Ein weiterer Nachteil dieser Medikamente ist es, dass sie die Neubildung der Knorpelsubstanz behindern. Der Prozess der Arthrosebildung wird also beschleunigt.
Eine weitere wichtige Nebenwirkung ist die Erhöhung des Blutdrucks. Es kommt dadurch zum vermehrten Auftreten von Schlaganfällen und Herzinfarkten.
Die neueren NSAR wie Celebrex und Arcoxia (sogenannte Cox 2 Hemmer) sollen das Blutungsrisiko nur geringfügig erhöhen. Sie erhöhen aber auch den Blutdruck und die damit verbundenen Risiken.
NSAR sollten deshalb bei der Arthrose nur kurzfristig eingesetzt werden. Die Therapiedauer sollte auf das Notwendigste beschränkt sein. Schon nach einer Woche Therapie erhöht sich das Risiko auftretender Nebenwirkungen erheblich!

Geschrieben am 11.03.2013 von Dr. Uwe Diedrich in der Kategorie "Allgemein".